Cradle to Cradle

Für bessere Baustoffe

Wer heute den Begriff Nachhaltigkeit in die Google-Suchmaschine eingibt, erhält aktuell rund 52 Millionen Verweise. Es gibt auch in der Baustoffbranche kaum einen Bereich ohne direkten oder indirekten Bezug zur Nachhaltigkeit. Entscheidend ist letzten Endes der frühere Beton-Claim: „Es kommt drauf an, was man daraus macht!“ Genau darum geht es hier. Wir bei Baukom haben Nachhaltigkeit für unser Unternehmen neu bewertet, intelligent entwickelt, solide untermauert und in konkrete Aktivitäten umgesetzt.

Nachhaltigkeit ist heute Unternehmensstrategie

In den letzten Jahren hat sich bei der Baukom die Bedeutung von Nachhaltigkeit entscheidend verändert. Aus zunächst einem von mehreren Unternehmensgrundsätzen entwickelte sich in einem sehr dynamischen Prozess Nachhaltigkeit zur heute maßgebenden Unternehmensstrategie. Den notwendigen Unterbau für diese Sichtweise liefert unter anderem Prof. Dr. Michael Braungart mit dem Cradle to Cradle®-Konzept. „Nur mit Nachhaltigkeit hat Innovation eine Zukunft!“ —formuliert Professor Braungart. Diesen Leitsatz hat die Baukom mit dem SmartPac-Konzept für Verpackungen konkret umgesetzt:

2017 wurde die SmartPac-Röhrenverpackung eingeführt, welche die Profile von der Produktion bis zur Baustelle und darüber hinaus schützt. Erst kurz vor dem Einbau werden die benötigten Profile aus der Röhrenverpackung gezogen und unmittelbar eingebaut. Die übrigen Profile werden wieder zurück in die Röhre geschoben und sicher weitertransportiert. 2018 wurde in einer zweiten Phase die SmartPac-Folienverpackung (noch auf PE-Basis) nachgelegt und Ende 2020 wurde die PE-Folie durch die biologisch abbaubare SmartPac-Biofolie ersetzt.

Quelle: www.bauwende.com

Cradle to Cradle®- Prinzip

Orientierungsraster für die Umsetzung von Nachhaltigkeit ist für die Baukom das Cradle to Cradle®-Prinzip (C2C). Produkte werden in diesem Konzept nicht mehr nur nach ihrer Ästhetik und Funktionalität bewertet, sondern auch nach ihrer Wirkung auf Umwelt, Gesundheit und nach ihrer Eignung für den Materialkreislauf. Der Cradle to Cradle® Certified™ Produktstandard geht auf die Wissenschaftler Prof. Dr. Michael Braungart und William McDonough zurück und wird vom Cradle to Cradle® Products Innovation Institute (C2CPII), einer gemeinnützigen Gesellschaft mit Sitz in San Francisco (USA), vergeben. Das Verfahren bis zur Zertifizierung führt Designer und Hersteller durch einen Prozess kontinuierlicher Produktoptimierung in Richtung einer Kombination aus anspruchsvoller Ästhetik, technischer Qualität und höchstem ökologischen Niveau zusammen.

C2C setzt einen Paradigmenwechsel in der Denkweise voraus, mit der ein Produkt entworfen, zusammengesetzt, genutzt und rückgeführt wird. Baukom Geschäftsführer Stefan Endlweber: „Intensive Gespräche mit Dr. Michael Braungart haben uns auf diesen Weg des Denkens in Kreisläufen (siehe Grafik auf der nächsten Seite) geführt und ergaben am Ende die Erkenntnis: Wir müssen umdenken! Nötig sind Innovationen, mit denen wir Rohstoffe einsparen.“

Nachhaltigkeit generiert Kundenvorteile

Eine aktiv gelebte C2C-Zertifizierung ermöglicht Ihnen Fortschritte für Ihr Unternehmen:

  • Wachsende Unabhängigkeit von Rohstoffknappheit durch kontinuierliche Kreislaufwirtschaft
  • Positiver ökologischer Fußabdruck
  • Differenzierung vom Wettbewerb durch erhöhten Markenwert und Reputation
  • Definierter Rahmen zur Produkt- und Prozessoptimierung
  • Umsätze und Margen bei nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen steigen kontinuierlich
  • Profitabilität des Unternehmens erhöht sich durch veränderte Prozesse
  • Imagegewinn

Der Imagegewinn ist natürlich auch für Sie als Baukom-Vertriebspartner und Ihre Profikunden wichtig. Sie können sich mit der Nachhaltigkeitsstrategie im Rücken und über Produkte, die den C2C-Kriterien entsprechend entwickelt wurden, vom unmittelbaren Wettbewerb abgrenzen. Der Baukom-Vertrieb erläutert ihnen das dahinterliegende Grundkonzept und unterstützt sie auch in der Kommunikation dieser zukunftsorientierten Marktbearbeitung.

Produktionslinie der SmartPac Bio-Verpackungsfolie

Nachhaltigkeit in der Praxis

Begonnen hat der konkrete Cradlebility®-Prozess bei der Baukom letztlich auf der Produktebene. Die Logistik im Unternehmen wurde analysiert und komplett neu aufgestellt, dazu die Bestände digitalisiert, um eine Optimierung der Abläufe zu erreichen. Stefan Endlweber: „Dabei ist deutlich geworden, dass wir vor allem bei den Profilen eine hohe Quote an Beschädigungen zu verzeichnen haben, die auf mangelnden Schutz beim Transport vom Werk zum Großhandel und von dort zum Profikunden zurückzuführen sind. Auch die Lagersituationen beim Handel und den Fachunternehmen sind teilweise unbefriedigend, das Handling auf den Baustellen tut oft ein Übriges, so dass die Produkte Schäden davontragen und zum Teil gar nicht mehr verwendbar sind.“

Dieses Szenario bot verschiedene Ansatzpunkte, um Nachhaltigkeit und Sicherheit für die Profile zu realisieren. Ein wesentlicher Ansatzpunkt für Baukom war dabei die Verpackung, zunächst als Röhrenverpackung, dann mit Hilfe stabiler PE-Folie, die wiederum durch die biologisch abbaubare Folie ersetzt wurde.

Die einfachsten Dinge sind meistens die Besten!

Das neuartige Röhrenverpackungskonzept schützt empfindliche Spachtelprofile vor Transport- und Lagerschäden. Erst kurz vor dem Einbau werden die benötigten Profile aus der Röhrenverpackung gezogen und unmittelbar eingebaut. Die übrigen Profile werden wieder zurück in die Röhre geschoben und sicher weitertransportiert. Die Röhre dient gleichzeitig als Markenbotschafter.

Mit dem „SmartPac” Konzept konnte bei den Aluminium-Kantenprofilen für den Trockenbau eine nachhaltige Verbesserung der Ausschussquoten innerhalb der kompletten Prozesskette mit einer Abfallvermeidung vom Rohstoff Aluminium von ca. 20% erzielt werden.

SmartPac Röhren Verpackung

Die folgenden Zahlen verdeutlichen die große Wirkung:

  • Bei der Erzeugung von einer Tonne Primäraluminium werden gemäß einer Studie der European Aluminium Association (EAA) 8.566 kg CO2 freigesetzt

  • Die geschätzte Produktionskapazität in Europa von ca. 100.000.000 lfm Aluminium-Kantenprofilen bedeutet ca. 30.000 Tonnen CO2-Ausstoss pro Jahr für die Produktion des dafür notwendigen Primäraluminiums

  • Das Baukom-Konzept hat bereits in den Jahren 2017 bis einschl. 2020 kumuliert ca. 1.136 Tonnen CO2 eingespart

Die wichtigsten Vorteile sind:

  • Gebindegrößen nach Maß

  • Kein Ausschuss, kein Aufreißen, kein Verbiegen

  • Sicherheit auf allen Transportwegen

  • Verpackung 100 % recycelbar – weniger Müll